Mietkaution – alle wichtigen Informationen zu der Kaution bei Mietwohungen 2017-12-31T11:44:32+00:00

Was ist die Mietkaution?

Die Mietkaution ist eine Sicherheit, die ein Mieter an seinen Vermieter leistet. Hiermit sichert sich gegen mögliche Forderungen gegen den Mieter in der Zukunft ab. Diese Absicherung kann für ausbleibende Mietzahlungen oder aber auch für Reparaturen von Schäden, die erst bei Auszug des Mieters auffallen, genutzt werden. Eine gesetzliche Pflicht für die automatische Zahlung einer Kaution gibt es in Deutschland nicht, allerdings wird in der Praxis in dem Großteil aller Fälle eine Kaution als Teil des Mietvertrags definiert.

Wie hoch darf die Mietkaution sein?

Die Höhe der Mietkaution kann vom Vermieter bis zu einer Höchstgrenze frei gewählt werden. Die Höchstgrenze beträgt 3 Nettokaltmieten. Das heißt bei einer monatlichen Nettokaltmiete (Miete ohne Nebenkosten) von 800 € darf die Kaution maximal bei 2400€ liegen. Gleichzeitig ist der Mieter auch nicht verpflichtet die Kaution auf einen Schlag zu zahlen. Stattdessen hat der Mieter das Recht die Mietkaution in 3 gleichen Teilen an seinen Vermieter zu zahlen. Fällig wird die Kaution mit Beginn des Mietvertrags.

mietkaution sparschwein

Wie wird die Mietkaution geleistet?

Meistens wird eine Kaution in Form einer Barkaution geleistet. Hierfür übergibt oder überweist der Mieter die Kaution an den Vermieter. In beiden Fällen ist es ratsam sich die Eingang bestätigen zu lassen und eine eventuelle Quittung bei Übergabe oder den Einzahlungsbeleg aufzubewahren. Prinzipiell sind auch andere Formen der Mietsicherheit möglich, werden in der Praxis aber nur selten genutzt. Beispiele hierfür sind eine Bankbürgschaft, ein Treuhandkonto, ein gemeinsames Sparbuch und andere. Seit geraumer Zeit gibt es auch einige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, eine sogenannte Mietkautionsversicherung bereitzustellen. Hier bürgt eine Versicherung für den Mieter, welcher für diesen Service eine Jahresgebühr an die Versicherung zahlt, welche sich meistens an der Höhe der Kaution orientiert. Der Vorteil für den Mieter ist, dass er keine große Summe direkt aufwenden muss, sondern nur “kleine” monatliche oder jährliche Beiträge an die bürgende Firma zahlt.

Wann wird die Mietkaution zurückgezahlt?

Da die Mietkaution eine Sicherheit für zukünftige Forderungen des Vermieters gegen den Mieter ist, muss sie prinzipiell zurückgezahlt werden, wenn es keine Forderungen mehr geben kann. Dafür muss auf der einen Seite der Mietvertrag beendet sein und auf der anderen Seite keine Ansprüche des Vermieters gegen den Mieter bestehen. Der Vermieter hat für das Prüfen seiner Ansprüche gegen den Mieter nach dem Auszug bis zu 6 Monate Zeit bei nicht geschäftlichen Räumen – die sogenannte Prüfungs- und Überlegungsfrist des Vermieters. In der Regel wird die Mietkaution allerdings auch schon früher zurückgezahlt. Gerade bei Auszug ist es hilfreich gemeinsam ein Wohnungsübergabeprotokoll anzufertigen, um notwendige Reparaturen direkt festzuhalten, welche die Kaution möglicherweise mindern können.